CDT-Wert & Leberwerte bei der MPU: Was die Werte verraten
Bei der Alkohol-MPU schaut der Arzt auf bestimmte Blutwerte. Was CDT, GGT & Co. aussagen – und warum sie zu Ihren Angaben passen müssen.
Im medizinischen Teil der Alkohol-MPU werden Blutwerte ausgewertet, die Hinweise auf den Alkoholkonsum geben. Sie sollten zu Ihren Angaben im Gespräch passen – sonst entstehen Widersprüche.
Die wichtigsten Marker
- CDT (Carbohydrate-Deficient Transferrin): ein recht spezifischer Marker für regelmäßig erhöhten Alkoholkonsum über mehrere Wochen.
- GGT (Gamma-GT): steigt unter anderem bei Alkoholbelastung, ist aber auch durch andere Ursachen erhöhbar.
- GOT/GPT (Transaminasen): Leberwerte, die bei stärkerer Belastung ansteigen können.
Was erhöhte Werte bedeuten
Einzelne erhöhte Werte sind nicht automatisch ein Beweis für Missbrauch – sie können auch andere Ursachen haben. Im Gesamtbild geben sie dem Gutachter aber wichtige Hinweise.
Das Wichtigste: Stimmigkeit
Entscheidend ist, dass Ihre Werte und Ihre Schilderung zusammenpassen. Wer regelmäßigen Konsum verschweigt, dessen Werte aber etwas anderes zeigen, riskiert das Durchfallen.
Häufige Fragen zum Thema
Was ist der CDT-Wert?
CDT ist ein relativ spezifischer Blutmarker, der auf regelmäßig erhöhten Alkoholkonsum über mehrere Wochen hinweisen kann.
Kann ein erhöhter Leberwert andere Ursachen haben?
Ja. GGT und Transaminasen können auch durch Medikamente, Erkrankungen oder andere Faktoren erhöht sein – deshalb zählt das Gesamtbild.
Muss ich vor der MPU abnehmen oder fasten?
Nein. Wichtig ist nicht „Schönen" der Werte, sondern dass Ihre Angaben und die Werte stimmig sind.
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