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Sascha P. Forbach 4,9 · 99 Google-BewertungenMPU-Glossar A–Z

MPU-Glossar – Begriffe einfach erklärt.

Von Abstinenznachweis bis Verkehrstherapeut: Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um die MPU kurz und verständlich erklärt.

30 Min. · kostenlos · Mo–Sa 9–21 Uhr · Antwort meist innerhalb einer Stunde

  • Verkehrstherapeut seit 2016
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35 Begriffe

Alle MPU-Begriffe von A bis Z

A

Abstinenznachweis
Laborkontrollen über einen festen Zeitraum, meist 6 oder 12 Monate, die belegen, dass kein Alkohol beziehungsweise keine Drogen konsumiert wurden. Möglich per Urinscreening oder Haaranalyse.
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Akteneinsicht
Einsicht in die Führerscheinakte, meist über einen Anwalt. Sie zeigt, was der Behörde vorliegt und welche Frage der Gutachter klären soll – die Grundlage jeder guten Vorbereitung.
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Alkohol-Hypothesen (A1–A4)
Kategorien aus den Beurteilungskriterien, mit denen der Gutachter einordnet, welche Veränderung er erwartet. Bei A1 und A2 wird Verzicht erwartet, bei A3 kann kontrolliertes Trinken genügen, bei A4 steht das Trennen von Alkohol und Fahren im Mittelpunkt.
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Anordnung (Gutachtenanordnung)
Schreiben der Fahrerlaubnisbehörde, in dem sie die MPU verlangt. Darin stehen Anlass, Fragestellung und die Frist, bis zu der das Gutachten vorliegen muss.
Atemalkohol
Alkoholgehalt in der Atemluft, gemessen in Milligramm pro Liter (mg/l). Ein Wert von 0,8 mg/l entspricht ungefähr 1,6 Promille im Blut – ab hier wird eine MPU in der Regel angeordnet.

B

Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF)
Amtlich anerkannte Stelle, bei der die MPU stattfindet, zum Beispiel TÜV, DEKRA oder pima. Sie ist unabhängig von Anbietern der MPU-Vorbereitung.
Beurteilungskriterien
Fachlicher Leitfaden, nach dem Gutachter die Fahreignung bewerten. Darin ist unter anderem festgelegt, wann Abstinenz erwartet wird und welche Nachweise anerkannt werden.

C

CDT-Wert
Blutwert (Carbohydrate-Deficient Transferrin), der auf regelmäßig erhöhten Alkoholkonsum in den letzten Wochen hinweisen kann. Wird oft zusammen mit Leberwerten bestimmt.
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CTU-Kriterien
Standards für chemisch-toxikologische Untersuchungen. Sie legen fest, wie ein Abstinenznachweis ablaufen muss, damit er anerkannt wird: akkreditiertes Labor, Identitätsprüfung, kurzfristige Einbestellung, lückenlose Dokumentation.

E

EtG (Ethylglucuronid)
Abbauprodukt von Alkohol, das in Urin und Haaren nachweisbar ist. Der wichtigste Marker beim Alkohol-Abstinenznachweis.
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F

Fahreignung
Die körperliche und charakterliche Eignung, ein Fahrzeug sicher zu führen. Genau sie prüft die MPU.
Fahreignungsregister (Flensburg)
Zentrales Register für Verkehrsverstöße beim Kraftfahrt-Bundesamt. Bei 8 Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen; vor der Neuerteilung wird in der Regel eine MPU verlangt.
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Fahreignungsseminar (FES)
Freiwilliges Seminar, mit dem sich bei einem Stand von 1 bis 5 Punkten ein Punkt abbauen lässt, höchstens einmal in fünf Jahren. Es ersetzt keine MPU.
Fahrerlaubnisbehörde
Die Führerscheinstelle Ihrer Stadt oder Ihres Kreises. Sie ordnet die MPU an und entscheidet nach dem Gutachten über die Neuerteilung.

G

Gutachten
Schriftliches Ergebnis der MPU. Ein positives Gutachten bestätigt die Fahreignung, ein negatives verneint sie. Sie entscheiden selbst, ob Sie es bei der Behörde einreichen.
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H

Haaranalyse
Laboruntersuchung von Kopfhaaren für den Abstinenznachweis. Ein Zentimeter Haar bildet etwa einen Monat ab. Die Haare dürfen nicht gefärbt, gebleicht oder getönt sein.
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K

Kontrolliertes Trinken
Bewusster, seltener und geregelter Umgang mit Alkohol nach festen Regeln, nie bis zu einer spürbaren Wirkung. Bei der Alkohol-MPU unter bestimmten Voraussetzungen eine anerkannte Alternative zum Verzicht.
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Kurs zur Wiederherstellung der Fahreignung (§ 70 FeV)
Anerkannter Kurs, den ein Gutachten empfehlen kann, wenn die Eignung noch nicht ganz, aber mit einem Kurs wiederhergestellt werden kann. Nach erfolgreicher Teilnahme kann die Behörde die Fahrerlaubnis ohne erneute MPU erteilen.

L

Leistungstest
Teil der MPU am Computer. Geprüft werden Reaktion, Konzentration, Aufmerksamkeit und Belastbarkeit.
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M

Medizinischer Teil
Ärztliche Untersuchung bei der MPU mit Fragen zur Gesundheit und, je nach Anlass, Blut- oder Urinwerten.
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MPU (Medizinisch-psychologische Untersuchung)
Begutachtung, mit der geklärt wird, ob jemand wieder geeignet ist, sicher ein Fahrzeug zu führen. Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet sie an, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. Umgangssprachlich wird sie auch „Idiotentest“ genannt.

N

Neuerteilung der Fahrerlaubnis
Antrag auf einen neuen Führerschein, nachdem die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Er wird bei der Fahrerlaubnisbehörde gestellt, die dann gegebenenfalls eine MPU verlangt.

P

Promille
Maß für den Alkoholgehalt im Blut. Ab 1,6 Promille wird in der Regel eine MPU angeordnet, bei wiederholten Fahrten oder fehlenden Ausfallerscheinungen auch darunter.
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Psychologisches Gespräch
Herzstück der MPU. Der Gutachter fragt nach den Ursachen des Vorfalls, Ihren Veränderungen und wie stabil diese sind. Es entscheidet fast immer über das Ergebnis.
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S

Sperrfrist
Vom Gericht festgelegter Zeitraum, in dem keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf. Die Sperrfrist ist unabhängig von der MPU.
Sperrfristverkürzung
Vorzeitige Aufhebung der Sperre durch das Gericht nach § 69a Abs. 7 StGB. Wichtigster Nachweis ist eine abgeschlossene verkehrspsychologische Intervention.
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T

Teilnahmebescheinigung
Bescheinigung über eine verkehrspsychologische Vorbereitung mit Zeitraum, Stundenzahl und bearbeiteten Themen. Wird bei der MPU oder für eine Sperrfristverkürzung vorgelegt.
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THC-COOH
Abbauprodukt von THC im Blut. Die Höhe des Werts kann Hinweise darauf geben, wie häufig Cannabis konsumiert wird.
THC-Grenzwert
Seit August 2024 gilt im Straßenverkehr ein Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum.
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Tilgungsfrist
Zeitraum, nach dem Einträge im Fahreignungsregister gelöscht werden. Er hängt von der Art des Eintrags ab und beträgt bei Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis zehn Jahre.
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Trennvermögen
Die Fähigkeit, Alkohol oder Cannabis und das Fahren zuverlässig zu trennen. Zentrales Thema bei der Hypothese A4 und bei vielen Cannabis-Fällen.
Trinktagebuch
Eigene Aufzeichnung darüber, wann und wie viel Alkohol getrunken wurde. Hilft beim kontrollierten Trinken, ersetzt aber keine Laborwerte.

U

Urinscreening
Abstinenznachweis über Urinproben, zu denen Sie kurzfristig und unangekündigt einbestellt werden. Für 6 Monate sind mindestens 4, für 12 Monate mindestens 6 Kontrollen üblich.

V

Verkehrspsychologische Intervention
Strukturierte Einzelsitzungen, in denen das eigene Verhalten im Straßenverkehr aufgearbeitet wird. Grundlage für die Teilnahmebescheinigung und für eine Sperrfristverkürzung.
Verkehrstherapeut
Fachkraft, die Menschen bei der Aufarbeitung von Verkehrsauffälligkeiten und bei der Vorbereitung auf die MPU begleitet.
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Häufige Fragen

Fragen zu MPU-Begriffen

Was bedeutet MPU?

MPU steht für Medizinisch-psychologische Untersuchung. Sie klärt, ob jemand nach Auffälligkeiten im Straßenverkehr wieder geeignet ist, ein Fahrzeug sicher zu führen. Sie besteht aus einem medizinischen Teil, einem Leistungstest und einem psychologischen Gespräch.

Warum heißt die MPU auch Idiotentest?

Das ist ein umgangssprachlicher Begriff, der wenig mit der Realität zu tun hat. Bei der MPU geht es nicht um Intelligenz, sondern darum, ob Sie Ihr Verhalten verstanden und dauerhaft verändert haben.

Was ist der Unterschied zwischen Sperrfrist und MPU?

Die Sperrfrist legt das Gericht fest: In dieser Zeit darf keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden. Die MPU verlangt die Fahrerlaubnisbehörde, um vor der Neuerteilung Ihre Eignung zu prüfen. Sie können sich schon während der Sperrfrist auf die MPU vorbereiten.

Was bedeuten die Hypothesen A1 bis A4?

Mit ihnen ordnet der Gutachter bei Alkohol-Fällen ein, welche Veränderung er erwartet. Bei A1 und A2 ist das Verzicht, bei A3 kann ein kontrollierter Umgang mit Alkohol genügen, bei A4 geht es vor allem um das Trennen von Trinken und Fahren.

Was sind CTU-Kriterien?

Die CTU-Kriterien legen fest, wie ein Abstinenznachweis ablaufen muss, damit Begutachtungsstellen ihn anerkennen. Dazu gehören ein akkreditiertes Labor, Identitätsprüfung, kurzfristige Einbestellung und eine lückenlose Dokumentation.

Was bedeutet Trennvermögen?

Trennvermögen ist die Fähigkeit, Alkohol oder Cannabis und das Fahren zuverlässig auseinanderzuhalten. Der Gutachter prüft, ob Sie dafür klare Regeln haben und diese auch in schwierigen Situationen einhalten.

Gründer und Leitung
Sascha P. Forbach
Sascha P. Forbach

Verkehrstherapeut und Gründer von MPU Point. Seit 2016 begleite ich mit meinem Team Menschen auf dem Weg zurück zum Führerschein – ehrlich, persönlich und ohne leere Versprechen.

Zuletzt geprüft: Oktober 2026 · Mehr über mich

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